BG-Abrechnung

Achtung...

Arbeitsunfall!

Wie Sie „Ausrutscher“ bei der BG-Abrechnung vermeiden:

Nutzen Sie unsere Beratung zum Thema „Abrechnung mit den Berufsgenossenschaften.“ Wir überprüfen auf Wunsch die Qualität Ihrer Abrechnung und coachen ggf. Ihre Mitarbeiter, um eine kontinuierliche und lückenlose Abrechnung für Sie zu gewährleisten.

Wann tritt die BG auf den Plan?

Die Berufsgenossenschaft wird immer dann zum Kostenträger, wenn sich z.B. ein Unfallam Arbeitsplatz oder auf dem Weg zur Arbeit oder als Patient in einem Krankenhaus ereignet hat.

Dann ist Folgendes zu tun:

1. Der sog. Durchgangsarzt (D-Arzt) leitet das berufsgenossenschaftliche Heilverfahren ein und erstattet einen Unfallbericht (Aufnahme des Unfalls, Diagnostik und Behandlungsprognose). Anschließend ist über die Notwendigkeit der Behandlung durch einen D-Arzt zu entscheiden bzw. ob das berufnsgenosschenschaftliche Verfahren bereits abgeschlossen werden kann.

2. Bis zum Abschluss der Behandlung erstattet der Arzt regelmäßig Bericht an die BG über den Behandlungsverlauf, falls der Patient in der eigenen Behandlung verbleibt oder über Kontrolltermine, falls die Behandlung durch einen andere als den D-Arzt fortgeführt wird.

3. Wenn nach Abschluss der Behandlung weiterhin Symptome bestehen, die sich aus dem bekannten Unfall herleiten lassen, kann die BG-Behandlung wieder aufgenommen werden. Sind die Beschwerden jedoch keine Unfallfolge, wird die Behandlung regulär über die Krankenkasse abgerechnet oder dem Privatpatienten selbst in Rechnung gestellt.

BG-Abrechnung – rechtliche Grundlagen

Die Abrechnung und Vergütung der ärztlichen Leistungen erfolgt auf Basis der UV-GOÄ und richtet sich direkt an die zuständigen Unfallversicherungsträger. Seit einigen Jahren ist auch bei der Abrechnung des durchgangsärztlichen Verfahrens der elektronische Datenaustausch verpflichtend. Die medipa ist vom Verband der gewerblichen Unfallversersicherungen (DGUV) bereits seit 2008 für den elektronischen Datenaustausch zertifiziert.

Das Gebührenverzeichnis entspricht mit Ausnahme des Kapitels B – Grundleistungen und allgemeine Leistungen – der Systematik der GOÄ. Für die allgemeine und besondere Heilbehandlung ist jeweils eine Einzelleistungsvergütung mit vorgegebenen Euro-Beträgen vorgesehen. Für die gesondert berechenbaren Sachkosten können die Beträge auf Grundlage des Nebenkostentarifs (BG-NT) zum Ansatz kommen. Das Ziffernverzeichnis wird regelmäßig aktualisiert, sodass neue Leistungen und Veränderungen in der Leistungserbringung abgebildet werden. Im Gegensatz zur GOÄ sind daher immer wieder Veränderungen und Neuerungen zu berücksichtigen, auch im Honorar der einzelnen Leistungen.

Übrigens können auch bei einer stationären BG-Behandlung Wahlleistungen erbracht werden, sofern eine solche Vereinbarung unterzeichnet wurde. Der Patient erhält dann  für die Chefarztleistungen wie üblich eine gesonderte Rechnung, die Berufgenossenschaft übernimmt die allgemeinen Krankenhausleistungen.